Wahlbeobachtung in Niedernhausen, 27.01.2008

Ich war mit jemandem vom CCC unterwegs, der dankenswerterweise recht ausführlich dokumentiert hat.
virtuelle Spielewiese: Wahlbeobachtung 0.3

Was wir erst anschließend erfuhren: In „unserem“ Ort, Niedernhausen, standen sämtliche Wahlcomputer über Nacht vorher bei Wahlhelfern. Nicht selten Mitglieder der verschiedenen Parteien, logisch.
Das stellt wohl das absolute Worst-Case Szenario dar.

Zudem wurde ausdrücklich vor Wahlbeobachtern vom CCC gewarnt, man hatte wohl Angst (blog.fefe.de sowie Bild des Briefes).

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Wahlbeobachtung: Es ist spannend in Hessen

Die Wahlbeobachtung der NEDAP Wahlcomputer in Hessen scheint sehr viel spannender zu werden als erwartet.
Mitunter fühlt man sich an schlechte Krimis erinnert (inklusive Verfolgungsfahrten).

Bisherige Zwischenbeobachtungen gibt es bereits:

Weitere Infos sind auf dem Weg, soeben lese ich im Chat, dass auch ein Twitter-Account angelegt wurde, um Informationen zu verbreiten: Twitter-Account Wahlbeobachter

weitere frische Infos im IRC: #wahlcomputer auf irc.hackint.org

Update:

Draußen fiel uns auf, dass man durch das Fenster über einen Spiegel, der im Wahlraum ungünstig hing, das Bedienfeld zur Stimmabgabe sehen konnte. Wir wiesen den Wahlvorstand darauf hin, und obwohl man uns das zuerst nicht glaubte (ich geh mal raus… nee, da kann man nix sehen, bis es ein zweiter Wahlhelfer dann auch bestätigte), wurde dann doch eine Matratze vor das Fenster gestellt.

Ohje…

huch, alles so frei hier…?

Sitze grade am Rechner, überfliege grade nochmal alle Infos für die morgige Wahlbeobachtung.
Ich betrachte meine Quickstartleiste und mir fällt auf: Praktisch jede Software, die ich hier liegen habe ist frei oder kostenlos.

VLC Media Player, Winamp, Opera, Firefox, K9, Thunderbird, Freecommander, Gimp, Teamspeak, TrueCrypt, UltraVNC, QIP, Jabbin.

Die Spiele zählen nicht. 🙂

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Wahlbeobachter in Hessen: Mitfahrer gesucht!

Neben dem CCC berichtete auch netzpolitik.org darüber, dass bei der Wahl in Hessen am 27.01. die NEDAP-Wahlmaschinen durch Wahlbeobachter „beschattet“ werden sollen.

Generell hätte ich nichts dagegen, auch mal vorbeizuschauen, wie das abläuft, und ob alles korrekt von Statten geht. Wer also aus dem Raum Mittelhessen kommt, und an dem Tag noch nichts vor hat: ich überlege an dem Tag eines der Lokale zu besuchen, nur nicht alleine. Nach Möglichkeit eines der Lokale, bei denen sich bisher noch niemand rumtreibt. Es stehen ja einige Städte zur Auswahl.

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DDR-Methoden bei der hessischen CDU

Das folgende sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen. In Hessen bekommen Polizisten über den Dienstverteiler die subtilen Hinweise, welche Partei sie doch bitte bei der Landtagswahl wählen sollen:

Betreff: Sechs-Punkte-Plan der CDU Hessen

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit übersende ich Ihnen einen Sechs-Punkte-Plan, den der Landesvorsitzende der
CDU Hessen, Herr Ministerpräsident Koch, heute öffentlich präsentiert hat, zu Ihrer
Kenntnisnahme.

02.01.2008

(…)
WERBEPAUSE
(…)

Grüße,
verbunden mit den besten Wünschen für 2008

Gerhard Bereswill

Landespolizeipräsidium
Präsidialbüro

Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
Friedrich-Ebert-Allee 12
65185 Wiesbaden

Tel.: +49 (611) 353 2011
Fax: +49 (611) 353 2019
E-Mail: Gerhard.Bereswill@HMDIS.hessen.de

Die CDU. Komisch, sowas erinnert mich irgendwie an die DDR.
Aber in diesem Bundesland überrascht mich gar nichts mehr. Die CDU muss weg, ganz dringend.

Herr Koch, lesen Sie das? Es wird mal wieder Zeit für „brutalstmögliche Aufklärung“. Diesmal richtig, bitte.

Siehe mein-parteibuch.com: CDU macht in Hessen Wahlkampf per Dienstpost

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Das Ende des Buches

Soeben habe ich „Der Schrecksenmeister“ von Walter Moers beendet.

Es ist immer ein seltsames Gefühl, wenn man ein Buch beendet hat. Vor Allem, wenn man lange daran gelesen hat. Irgendwie bekomme ich dann immer das Gefühl, als sei ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen.

Man klappt den Buchrücken zu, blickt innerlich zurück und wird sentimental.

Seltsam.

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CCC: Standorte der Wahlcomputer in Hessen

Wie der CCC auf seiner Homepage berichtet, geht man nun juristisch gegen den Einsatz von Wahlcomputern im Lande Hessen vor. Hintergrund ist die erwiesene Unsicherheit der Wahlcomputer. Aktuell richtet sich das Augenmerk auf die Landtagswahl am 27. Januar 2008, aber auch auf die folgenden Bürgermeisterwahlen.

Hier eine Karte der Städte und Gemeinden, die am 27. Januar Wahlmaschinen einsetzen wollen:


Größere Kartenansicht

* Gemeinde Niestetal
* Gemeinde Niedernhausen
* Stadt Bad Soden am Taunus – 14 Wahllokale
* Stadt Langen
* Stadt Obertshausen
* Gemeinde Alsbach-Hähnlein
* Stadt Lampertheim
* Stadt Viernheim

Ein einstündiger Vortrag zum Thema vom 24C3 findet sich hier. Das Video hat das MKV-Format, am leichtesten anzusehen mit dem VLC-Player.