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Tag: 24. September 2005

  • Dekadenentscheidungen

    Manche Entscheidungen sind einfach wichtig. Vor Allem, wenn sie langfristig sind. Heute habe ich eine Entscheidung getroffen, die ich viel zu lange vor mir hergeschoben habe. Man sollte sowas nicht unterschätzen. Rein zeitlich gesehen betrifft diese Entscheidung sage und schreibe ein Viertel, idealerweise sogar ein Drittel meiner Zeit der nächsten 10 Jahre. Eine echte „Dekadenentscheidung“, also. Eine die mich ganz persönlich betrifft, meine Gesundheit, die mir unter Umständen sogar den Aufstieg in neue, höhere Sphären unbewußter, geistiger Tätigkeit ermöglicht.

    Gemeint war die unendlich wichtige Tätigkeit des Matratzenkaufs.
    Also habe ich mir meine Ex-Freundin und Ex-Mitbewohnerin eingepackt, und bin zum ganz in der Nähe sitzenden Matratzenhändler gegangen. Nach kurzer Beratung, was ich denn brauchen würde, ging es dann zum Probeliegen. Als ich die Matratze meiner Wahl ausprobierte, sprach er mir schnell darauf an, ob ich denn „Rückenprobleme“ hätte. Sieht man sowas so deutlich? Ja, immer schon, schon als Fötus. Nix dramatisches, aber sowas gibts.
    Die Entscheidung war dann ziemlich schnell klar: ich kriege eine Latexmatratze, dessen „Spezialfeature“ es ist, dass sie auf der Rückseite ein größeres Gewicht aushält.

    Ich habe dem Verkäufer gezielt eindeutig dezent klarzumachen versucht, dass die Matratze „ausschließlich für mich“ sei, gerafft hat ers glaube ich definitiv nicht. Worüber sich meine Begleitung nachträglich aufregte:

    Boar, der glaub jetzt, wir würden jetzt miteinander ins Bett gehen.

    Es sei ja meine Aufgabe gewesen das klarzustellen, so ihre Meinung. Nee, alles klar. So hinterlassen über 100 Jahre Emanzipation ihre Spuren. 😀

    However – Anzahlung ist geleistet, die Matratze und Lattenrost kommen in 3 Wochen, bis dahin warte ich gespannt. Einen lila Schein + X wirds kosten, aber das isses wert.
    Ach ja: ich freue mich über mein Geschenk:

  • blogcritics

    Man befragt seine ICQ Contacts über das eigene blog, heute das hier:

    noja… dürft ned mein Geschmack sein. Mir sind da neokonservative Bloggs lieber: mehr Hetze gegen Araber, Linke und Franzosen… oh, pardon: Aufklärung natürlich ,-)

    Wie kommt dieser Wichser eigentlich in meine ICQ-Liste?

  • Mit SPIEGEL ONLINE kann mans ja machen

    Ja, was haben wir alle über SPON gelacht, als sie über das Märchen vom Disclaimer berichtet haben. Dass diese Standard-Disclaimer keine Wirkung haben, ist auch hinlänglich bekannt, inzwischen sind sie auch immer weniger anzutreffen.
    Mit einer Ausnahme natürlich: dort, wo sie ein anheimelnd gutes Gefühl vermitteln sollen, um den Besucher in Sicherheit zu wiegen. Er tut ja etwas „verbotenes“.

    Dass sie juristisch keine Wirkung haben, ist also geklärt. Danke.

    Wenig überraschend ist es, dass an dieser Stelle jetzt ein blogger mit einer vermeintlichen Pointe daher kommt, nutzt der SPIEGEL doch selbst eine Art „Disclaimer“.

    SPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

    Haha, was haben wir gelacht. Aber die vermeintliche Pointe – Achtung – ist gar keine. Wenn Spon den Disclaimer nicht für Juristen einstellt, für wen dann? Wer weiterdenkt kann zu zwei Schlußfolgerungen kommen.

    1. Spon ist doof. Ich lache, trage das weiter und die blogosphere lacht.

    2. Spon ist gar nicht so doof. Es gibt neben Juristen, die die Seite besuchen, auch noch Menschen, die die Seite besuchen. Und unter den Menschen gibt es sie – die Noobs. Die Leute, denen erst klar gemacht werden muß, dass SPIEGEL.de nix mit den Seiten hinter den Links zu tun hat, und auch nicht die richtige Anlaufstelle für böse Beschwerdemails ist, wenn z.B. im Heise.de Forum Müll erzählt wird.

    Juristisch hat das keinerlei Bedeutung. Aber es ist die für den Internetbenutzer gesteckte Fahne:
    „Hier endet unser Territorium.“

    Äußerst unspektakulär.
    Aber hauptsache, man hat man wieder über Spon gelästert.
    Nicht, dass ich das nicht verstehen würde. Feindbilder wollen gut gepflegt sein.

    [via Der Netzwelt-Spiegel]

  • Der süße Duft des Kapitalismus – wie ein blogger seine Unschuld verlor

    Kritisch ist er so häufig, informativ sind seine Beiträge fast immer. Für mich eine der integersten Personen in der blogosphere. Bisher wenigstens. Denn was ich jetzt über ihn gelesen habe, da geht mir die Hutschnur hoch.

    Wenn ein Blogger von BMW zur IAA eingeladen wird, und rein „zufällig“ in einem späteren Artikel 14 Mal das Wort BMW erwähnt (ich zähle sogar 15 mit Überschrift und 16 mit URL), dann hat das selbstverständlich nichts miteinander zu tun.
    So sieht als der bloggende antikapitalistische Widerstand aus? Nicht mit mir.

    Ich war dabei, als Moe seine Seele an BMW verkauft hat. Er hat mit Blut unterschrieben.
    Scheiß Kapitalistenmade, verrecke!

    WENN du schon für BMW werben musst, Moe, dann bitte auch mit dem obigen Logo.
    Mit einer eigenen Kategorie „BMW“, und mit einem schönen BMW-Flashgame am rechten Rand. Okay?

    P.S.: dieser Blogeintrag hat nur gute Eigenschaften. Die Leute, die sich über Moe empören, finden ihn toll, und Moe hält das alles für einen tollen Spaß und lacht.

  • Stimmungslage bei dol2day

    Zur aktuellen Stimmung bei dol2day habe ich vor Kurzem eine Umfrage gestellt:

    Das Ergebnis: von 10 möglichen Punkten erteilten die Doler der Community im Schnitt 5,7 Punkte, Mittelmaß also. In Schulnoten ausgedrückt wäre das eine 3+.
    11 der Befragten 122 gaben die maximale Punktzahl 10 von 10 Punkten, 8 Abstimmungsteilnehmer gaben die schlechteste Bewertung, einen Punkt.


    Zum Vergrößern hier klicken

  • Da war doch was…

    Heute jemanden gesehen mit einem T-Shirt:

    Rachmaninov JA!

    Rachmaninov? Ach ja, da war doch was. Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, russischer Komponist. Woher bekannt? Na, durch die Quarks & Co Melodie, „Symphonische Tänze“ Op. 45, 1. Satz, „Non Allegro“. 🙂

    Seltsame Leute gibts…