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Tag: 15. August 2009

  • „Verdachtsunabhängige Kontrolle“ mit Cybercops

    Das „Real Life“ Blog zeigt uns, wie „verdachtsunabhängige Kontrolle“ im Netz mit Cybercops aussehen wird:

    “Öffnen Sie doch bitte Mal Ihren Cookie-Speicher…”

    “Ist das wirklich nötig?”

    “Wir haben Hinweise auf illegale Downloads in Ihrem IP-Bereich. Also stellen Sie sich nicht so an”

    “Also gut. Aber nur unter Protest…”

    “Na, was haben wir denn da: chefkoch.de, Google, Amazon, Gayromeo?”

    “Stimmt etwas nicht?”

    “Da sind zwei Cookies von Rapidshare…”

    “Na und?”

    “Sie wissen schon, was das ist?”

    “Ja, ein völlig legaler Service”

    “Was haben Sie denn da heruntergeladen?”

    “Das geht sie nun wirklich nichts an.”

    “Sie wissen schon, dass ich ruck-zuck eine Festplattenvisitation beantragen kann?”

  • „Gefährlichkeit“ von Jugendkultur

    Es scheint noch Vernunft bei SPON zu geben, im Artikel „Wie ein Fantasy-Spaß zum „Killerspiel“ gemacht wurde“ werden Parallelen gezogen zu „Counter Strike“ sowie anderen FPS-Actionspielen und der Dungeons und Dragons Welle in den 70er und 80er Jahren.

    Und natürlich wurde damals der selbe Scheiß über D&D erzählt wie heute über Shooter:

    Vielen Beobachtern erschien der Argwohn gegen D&D plausibel. Waren diese Rollenspiele nicht äußerst gewalttätig? Erzogen sie die Kinder nicht dazu, in ihrer Phantasie zu foltern und zu plündern? Und war es nicht unweigerlich so, dass diese imaginären Gewalttaten in das normale Leben herüberschwappen mussten?
    (…)
    Da war zunächst Pat Pulling. „Ich bin bei Veranstaltungen von Kindern schon physisch attackiert worden. Sie wechseln plötzlich in ihren (Rollenspiel-)Charakter“, behauptete die Gründerin der Initiative Bothered About D&D (BADD). Pulling war überzeugt davon, dass der Selbstmord ihres, wie sie sagte, „absolut normalen“ Sohns Irving durch einen „Fluch des Wahnsinns“ ausgelöst worden war, den ein D&D-Spielleiter zuvor ausgesprochen haben soll.

    Das muss ich mir merken. Bisher hatte ich immer den Vergleich zu „vertonten Bewegtbildern“ gezogen:
    Stell dir vor, du bist ein Cineast. Hast eine tolle Sammlung der besten Filme, darunter auch Krimis, Actionfilme und klassische Horrorfilme, die man als Filmliebhaber einfach haben muss. Und jetzt kommt ein Politiker an, der in seinem ganzen Leben noch keine „vertonten Bewegtbilder“ zu Gesicht bekommen hat und erzählt, diese Filme seien alle schädlich, und würden aus normalen Menschen amoklaufende Monster machen.

    Bei dem Vergleich sollte eigentlich jedem die gesamte Absurdität um die Diskussion der Computerspiele klar werden.