NetReaper

unsuitable for all audiences

Tag: 27. Januar 2009

  • Wo stehen sie, die (blockierten) Kinderpornoserver?

    Filter gegen Kinderpornoseiten, so möchte man uns weiß machen, braucht es, weil diese Server physikalisch in Ländern stehen, „an die man nicht herankommt“. Scusi hat sich die Mühe gemacht das zu analysieren, und die Filterlisten unserer Nachbarländer auseinandergenommen. Und siehe da – Überraschung – das stimmt gar nicht!

    Die meisten Kinderpornoserver (global gesehen) stehen in:
    USA: 3947, Australien: 423, Niederlande: 333, Deutschland: 321, Korea: 95, Kanada: 88

    So. Und jetzt soll mir Frau von der Leyen nochmal sagen, dass wir unbedingt einen Internetfilter für alle brauchen, weil es unschaffbar ist, Server in Korea zu kicken. Oder im Nachbarland Niederlande. Dass die ja alle nicht kooperieren würden. Oder dass da Kinderpornographie nicht verboten wäre.

    Ach und noch etwas: in Regionen in denen man vielleicht als naiver Mensch erwarten könnte, dass die Kooperation etwas schwerer wird sieht die Lage so aus:
    Südamerika: 0, Afrika: 0, Naher Osten: 3. (Alle Israel)

    Klar, ich würde meine Server auch in Ländern mit gescheiter Anbindung hosten, nicht irgendwo am Ende der Welt.

  • „Deeskalation“ auf Aachener Art

    Eine interessante Taktik fährt die Aachener Polizei in Bezug auf „Deeskalation“. Da fährt ein Fahrradfahrer über rot, und der Mann muss von 9 Leuten festgenommen werden:

    Der am Boden liegende Mann sei von einem Polizisten in einen «Catchergriff» genommen worden, eine Beamtin habe sich ihm auf den Fuß gestellt, eine «City-Service»-Kraft ihm derweil «ein Bein verdreht». Schließlich sei der Festgenommene in Handschellen abtransportiert worden.

    Der Mann habe dabei «vor Schmerzen laut geschrien», die umstehenden Passanten sein «entsetzt und fassungslos» gewesen, so der Zeuge: «Von der viel zitierten Deeskalationsmethode war bei dieser Aktion nichts zu spüren.»

    Wie bitte? Jemand hier, der Angst vor der Polizei hat? Aber warum das denn, die sind doch unsere Freunde und Helfer! Zum Glück (für die Freunde und Helfer) wird es sich schon irgendwie erklären lassen, wenn der Mann ein Schwarzer oder Türke war, na ein Nicht-Deutscher eben. Business as usual