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Tag: 28. April 2006

  • Buchende Leere

    In meinem Regal stehen zig ungelesene Bücher (meist Sachbücher).
    Mein Problem: mir fehlen die Romane.

    Nachdem ich die letzten Zamonien-Bücher alle zum Zweiten Mal durch habe, warte ich. Und warte und warte und warte…

    Was mir fehlt ist ein sauguter Roman, einer von dem ich nicht enttäuscht werden kann. Einer, bei dem man die sprachliche Brillanz auf jeder Seite spürt.
    Literarisch heißt es „das Orm“ in dem Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“. Es ist das, was einen dazu bringt, stundenlang hunderte Seiten zu lesen, ohne aufhören zu können. Es macht süchtig, man wird wahnsinnig danach. Und nur Wenige haben die Gabe, so zu schreiben.

  • Kritik am Girls‘ Day – was sollen die Jungs machen?

    Girls‘ Day war heute, und die meisten Jungs mussten an dem Tag normal zu Schule gehen, und wahrscheinlich über ihre böse diskriminierende Männerrolle nachdenken, während Mädchen in die Betriebe gegangen sind.

    Ein Vorschlag dazu, wozu Jungs am „Girls‘ Day“ überhaupt noch gut sein können, zeigt der „Väteraufbruch für Kinder“ e.V., kurz VafK. Sie wollen mit den Jungs über ihre Diskriminierung reden:

    Deshalb haben wir uns für den Girl’s Day 2006 Folgendes ausgedacht:
    Wenn die Mädchen an diesem besonderen Tag vom Schulunterricht freigestellt werden,
    um in sog. „Männerberufe“ hineinzuschnuppern, gehen Väter und Männer vom
    VafK Augsburg/Schwaben in die Schulen, um den Jungs das wesentliche ihrer Zukunft
    zu erklären.

    (…)

    Themenauswahl (Details siehe Anhang):
    1. Männergesundheit
    2. Bildungs- und Jugendpolitik
    3. Arbeitslosigkeit/Berufsleben
    4. PAS (Parental-Alienation Syndrom – Eltern-Kind-Entfremdung)
    5. Scheidung/Trennung/Umgangs- und Sorgerecht/Unterhalt
    6. Häusliche Gewalt
    7. Missbrauch mit dem sexuellen Missbrauch
    8. Private Vaterschaftstests (Gendiagnostikgesetz)
    9. Abtreibungen
    10. Wehrpflicht
    11. Gleichberechtigung (Gender Mainstreaming/Frauenpolitik)
    12. Sonstiges

    Quelle: Väteraufbruch für Kinder – Kreisverein Augsburg/Schwaben (PDF)

    Ich habe auf jeden Fall den Artikel „Girls‘ Day“ bei wikipedia um den Punkt „Kritik am Girls‘ Day“ erweitert. Zeit wirds ja.

    Update:
    Eines habe ich ja noch vergessen: Für Jungs gibt es ja jetzt „Neue Wege für Jungs“. Dass das aber nur eine Nullnummer ist, zeigt sich bei näherem Hinsehen:

    Im Gegensatz zu den Integrationshilfen für Frauen ist die Politik bei der Integration von Männern in den Erziehungsbereich nicht über das Stadium der bloßen Versprechungen hinaus gekommen.

    Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass es jetzt, nachdem jahrzehntelang nichts für Jungen getan wurde, ein Miniprojekt „Ne ue Wege für Jungs www.neue-wege-fuer-jungs.de“ gibt. Dass dieses auf Druck von Bürgern zustande gekommene Projekt, mit 1,5 Planstellen installiert bei dem Ersatzpilotprogramm „Frauen geben Technik neue Impulse“(!!!), erst kurz vor der Wahl 2005 initiiert wurde und ohnehin nur bis
    2007 befristet ist, ist sicher kein Zufall.

    Quelle: Väteraufbruch für Kinder – Kreisverein Augsburg/Schwaben (PDF)

    Und ein ganz besonderer Gag: geht man auf die Webseite, so erwartet den ideologisch frisch herbeiemanzipierten Jungen folgendes:

    Die Auswahl der Angebote für Jungen parallel zu den Aktionen am diesjährigen Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag ist beachtlich.

    Wie jetzt? Ein Mädchentag, an dem auch die Jungs gnädigerweise mitspielen dürfen?
    Und weiter:

    Aktuelles
    26.04.2006 › Girls’Day auf der HANNOVER MESSE INDUSTRIE

    Yes!
    Vom Girls‘ Day fühlt sich der „Boy“ von heute bestimmt total angesprochen.
    Ein blanker Hohn. Man tut nur so, als würde man Jungen nicht mehr diskriminieren wollen. In Wirklichkeit ändert sich gar nichts.