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Tag: 20. September 2005

  • Gießener Repressionen

    Mö, der Gießener ohne oe-Umlauttaste, berichtet über neue Repressionen in der Gießener Innenstadt.
    Der Gießener Anzeiger zieht natürlich voll mit:

    Dennoch müsse die subjektive wie auch tatsächliche Sicherheit der Bürger gewährleistet werden. Diese liegt aber angesichts steigender Zahlen von Vandalismus, Schmierereien und Belästigungen durch Trinkgelage und Drogenkonsum offensichtlich im Argen.

    Ach so. Ich wusste gar nicht, dass durch Schmierereien und öffentlichen Alkoholgenuß (alias Drogenkonsum) die Gießener akut in Leib und Leben bedroht sind. Aber okay. Man lernt ja bekanntlich nie aus.

    Bislang haben wir im Seltersweg in Gießen lediglich Polizei, Zivilpolizei, Wachpolizei, freiwillige Polizei, Stadthelfer und einen privaten Wachdienst.

    (Moe)
    Vertrauen beruht immer auf Gegenseitigkeit, oder? Wie soll ich so einem hochgezüchteten Polizeiapparat noch Vertrauen, wenn sie mir nicht vertrauen?

    [via Moe]

  • Mein bester Browser der Welt – jetzt generell kostenlos

    Ab heute gibt es den besten Browser der Welt (Opera, klar) kostenlos und ohne Werbebanner. Ich surfe seit der 10-jahres Aktion von Opera schon adfree, ab sofort können das alle.

    [via Schockwellenreiter]

  • Strafzettel: Parkverbot im Stau

    Man stelle sich folgende Situation vor: man fährt mit seinem Auto auf einer belebten Innenstadtstraße, und gerät plötzlich in einen Stau. Es geht nicht voran. Nicht weiter schlimm eigentlich, sowas läßt sich mit ein bisschen Geduld überstehen. Aber plötzlich kommt eine Politesse auf einen zu, und verteilt einen Strafzettel. Man dürfe hier nicht parken, sagt sie, und sie will auch nicht mit sich reden lassen. Die anderen Fahrer, die mit ihrem Wagen im selben „Parkverbot“ stehen, bekommen keinen Strafzettel, sie geht auf derartige Proteste auch gar nicht ein.

    Sowas gibts nicht?
    Im Straßenverkehr nicht, wohl aber bei dol2day.com:
    Dort soll ich ein „Knöllchen“ wegen Spamming bekommen, weil der Server in einem der Foren meine Beiträge zunächst verschluckt hatte, und danach beinahe Dutzendfach ausspuckte. Wohl gemerkt, es ging mir nicht alleine so, es gibt dafür mindestens einen Zeugen, dem es exakt genau so ging. Allerdings bin ich der Einzige, der ein „Knöllchen“ erhalten soll. Das Problem bei dol2day ist wohl, dass mit solchen „Maßregelungen“ zuallererst ein Gremium aus ausgewählten Usern beschäftigt ist, weil dem Betreiber das über den Kopf wächst. Ich habe den Betreiber angeschrieben, mal sehen, was dabei rauskommt.

    Weil Fragen ja viel interessanter sind als Fakten, jetzt noch die dazu passende Frage:
    Erwarten die Betreiber tatsächlich, dass sich User an die aufgestellten Regeln halten, wenn sie solche Schikane über sich ergehen lassen müssen? Ehrlich?

  • Kleine, fliegende Spione – „Flatteraugen“

    Kai Raven berichtet über den europäisch-amerikanischen Workshop zu Micro Aerial Vehicles (MAVs), deren Ziel es ist, möglichst unbeobachtete Überwachungsmissionen zu starten.

    Die [Militär- und Sicherheitsbehörden] sehen für die Teilnehmer des Wettbewerbs vor, dass ein MAV höchstens 500 Gramm wiegen und eine maximale Länge bzw. Flügelspannweite von 50, besser 25 Zentimetern aufweisen darf. Die Flugdauer muss mindestens 10, besser 30 Minuten betragen, die Reichweite mindestens einen halben Kilometer.
    Nebenbei winkt den Projekten, die beim Wettbewerb am besten abschneiden, Unterstützung in Form von Zuschüssen und Forschungsaufträgen in Höhe von 300000 US$.

    In Zeiten, in denen Minikameras nur noch wenige Gramm wiegen, eine überraschenderweise durchaus lösbare Aufgabe. Einer der MAVs ist beispielsweise einem Insekt nachempfunden, das Gerüst besteht teilweise aus Holzstäbchen, die von Speiseeis übrig geblieben sind. Diesen Eindruck macht es zumindest.

    Sollten diese Miniflieger erst einmal in industrielle Serienproduktion gehen, könnte sich die gesamte Überwachungskultur verändern. Bisher kennt man derartige Mini-Überwachungsflieger ja nur aus düsteren Science Fiction Filmen.

    [via Kai Raven]